Da machen sie Handstand und Purzelbaum und nie kugelt einer herunter, denn sie sind derart winzig leicht, dass sie in der Luft klettern, wie wir, beispielsweise, in einem Kamin.
Aber am Tage bleiben sie unsichtbar und treiben mit den Bergsteigern harmlosen Ulk. So unter anderem, wenn einer klettert, kneifen sie ihn in die Ohren oder krabbeln an seiner Nase, damit er sich kratzen muss; und kichern wenn er flucht.
Gerät aber ein Gerechter in Lebensgefahr und finden seine zitternden Glieder weder Griff noch Tritt – so schweben die Mauerhakenzwerge heran und schmiegen sich dort an die Wand, wo er gerade einen Griff oder Tritt erfleht: wie ein Bienenschwarm mit weißen wallenden Bärten unter Tarnkäppchen und lassen sich als Stufe benützen – und der solch Stelle überwand, wundert sich hernach selber, wie dies nur möglich gewesen sei!
Freilich: an die braven Mauerhakenzwerge denkt keiner.
Und es sind doch so sympathische Leute!
aus: Ödön von Horvath "Sportmärchen"

so sieht bei mir ein Mauerhakenzwerg aus (ohne Tarnkappe natürlich und leider ohne weißen, wallenden Bart, den habe ich vergessen;))


2 comments:
ach was, bart, der hat die rasierklingen gefunden ;)
xxx
s
... kein Bart ist bestimmt auch viel praktischer. Vor allem, wenn man sich als Stufe benutzen lässt. Also mit Bart..: AUA!!
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