Super, ich freu mich richtig. Die Arbeit hat länger gebraucht, als ich gedacht hatte. Die Vorgänge in einer Kokerei zu durchschauen und didaktisch aufzuarbeiten, war dann doch recht arbeitsintensiv. Für mich war der Koffer bereits fertig, aber durch den Ankauf (und damit der "Spezialisierung" des Koffers auf genau diese Zeche) fehlte noch die Weiterverarbeitung der Kohle in einer Kokerei.
Also, hier ist das Ergebnis:
Eine Kokerei lässt sich in der Regel aufteilen, in eine schwarze und in eine weiße Seite.
Auf der schwarzen Seite befinden sich die Koksöfen, die aus vielen Kammern zu einer Batterie zusammengefasst sind. Zwischen den Kammern befinden sich die Hitze abgebenden Gasleitungen. Die Steinkohle wird durch Trichter und durch ein Loch in der Ofendecke ins Innere der Öfen geschüttet. Beim "Backen" erhitzt sich die Kohle und Koks entsteht. Dabei werden Gase abgegeben, die sich im oberen Teil der Kammer absetzen und abgesaugt werden. Der Kokskuchen wird herausgedrückt, gelöscht und z.B. für die Eisen- und Stahlproduktion verwendet.
Zudem habe ich Magnete als "Eisenfinder" beigefügt. Praktisch könnten Eisenbilder oder Nagel-Igel gebastelt werden.
Hier ist der Teil zur weißen Seite:
Die Gase kommen in den weißen Teil, ins Chemiewerk. Hier werden die Bestandteile herausgefiltert und weiterverarbeitet.
Aus Steinkohlenkoks entsteht Kokerei-Benzol und Steinkohlenteer.
Daraus wiederum werden Aromaten gewonnen, die in Holzschutzmittel, Pflanzenschutzmittel, Bautenschutzmittel, Textil-Papier und Lederhilfsmittel, Kunststoffe, Chemiefasern, Ruß und Graphit, Seifen und Waschmittel, Körperpflegemittel, Pharmazeutika, Lösungsmittel, Lacke und Klebstoffe, organische Farbstoffe und Düngemittel fließen. Als Beispiel habe ich eine Mini-Jeans genäht: der Indigo-Farbstoff wird heutzutage chemisch hergestellt und das hauptsächlich aus den Nebenprodukten der Koksgewinnung. Für die praktische Arbeit bietet sich Batiken an.
Plus: wir sind auf dem Welterbetag in Völklingen dabei und in einer daran anschließenden zweimonatigen Ausstellung.
Am Welterbetag ist mein Koffer jedoch noch auf Zollverein. Hier klicken und ZZV als PDF ansehen :)!


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