1. Objekt auswählen:
Als Positivform habe ich eine Keramikhand ausgewählt.
2. Da das Silikon an Keramik kleben bleibt (ebenso an Glas) habe ich die Oberfläche mit Bohnerwachs eingeschmiert. So lässt sich das Silikon zum späteren Zeitpunkt leichter von der Originalform lösen.
3. Tonsteg formen:
Um die Form wird ein etwa zwei Zentimeter hoher Tonsteg geformt, damit sich das flüssige Silikon dort sammeln kann und sich nicht auf dem Tisch verteilt.
4. Silikon anmischen:
1. Guss: 100g Silikon und 2g Köraform B132
2. Guss: 100g Silikon, 2g Köraform B132 + 1g Köraform TM (Verdicker)
5. Flüssiges Silikon auf das Objekt gießen:
Der erste Guss ist flüssig und wird auf das Objekt gegossen; er fügt sich lückenlos an die Objektoberfläche an.
Der zweite Guss ist dickflüssiger und wird auf den ersten Guss aufgespachtelt; er stabilisiert die Form von außen. Dick genug und lückenlos auftragen!
Das sieht dann folgendermaßen aus (hier fehlt der Tonsteg auf dem Tisch, da die Aufnahme gemacht wurde, als das Silikon bereits fest war und der Tonsteg schon entfernt wurde.)
Sobald die Form nach ein paar Stunden getrocknet ist, kann die Gipshülle gebaut werden. Da die fertige Silikonform weich und flexibel ist, braucht sie beim späteren Gießvorgang eine Stütze, damit sich keine Verformungen bilden. Deshalb bleibt das sich unter dem Silikon befindende Originalobjekt noch unter der Form und die Gipshülle kann sich so formgemäß an die Silikonform anpassen.
7. Zipfel abschneiden:
Damit die Gipshülle sich problemlos von der Silikonform entfernt werden kann (damit es keine Verhakungen gibt), schneidet man der Außenhaut überstehende Zipfel ab.
8. Arbeitsplatte mit Spüli einschmieren.
Dann wird die Arbeitsplatte mit Spüli eingeschmiert, damit der Gips nicht kleben bleibt.
9. Gipshülle bauen:
Da meine Keramikhand mehrere Seiten besitzt, müssen mehrere Gipsteile gefertigt werden. So kann die Außenform anschließend problemlos zerlegt und die Silikonform herausgetrennt werden.
In meinem Fall sind das Drei Puzzleteile: Das vordere Handgelenk, die Handinnenfläche und die gesamte Handaußenfläche. Damit die Puzzleteile aufeinander passen, werden zunächst mindestens zwei Zentimeter hohe Tonstege angefertigt.
Hier der erste Tonsteg für das erste Teil. Damit die Nähte später aufeinander passen, setzt man Löcher in die Innenflächen:
Beim letzten Puzzleteil werden die Nachbarteile nur noch mit Spüli behandelt und das Gips direkt angrenzend aufgespachtelt. So bekommt man genau ineinander passende Puzzleteile.
10. Objekt heraustrennen:
Ist die Gips-Außenform fertig, wird sie abgenommen und das Originalobjekt kann aus der Form herausgetrennt werden.
Damit das gut klappt, wurde die Silikonform bei der Hand mit einem Cutter-Messer etwas aufgetrennt:
Die leere Silikonform kann nun befüllt werden. Die Gipsaußenform hält die Form stabil und hält die offenen Nähte beisammen:
Das noch flüssige Gips wird mit einem Spachtel glatt gestrichen, damit die Figur später gerade stehen kann:
Die Trockenzeit beträgt etwa einen Tag.
13. Herauslösen:
Dann kann die Silikonform gelöst werden und man hat ein Duplikat des Originalobjekts:
Eine Silikon-Negativform lässt sich etwa 30 bis 40 Mal verwenden.
Gießen kann man mit Gips, Kunststoff, Wachs, Holzzpanguss, Harz, Polyester, Latex, Gelantine und Agar Agar.
Da mir einige Fotos fehlen, besonders am Anfang, gibt es hier eine gute Anleitung im Netz.


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